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Stromrekord bei Solarkraftwerk auf Rathaus

 

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Die 27 Gesellschafter des Bürgerkraftwerks Krefeld auf dem Rathausdach freuen sich über einen neuen Stromrekord: Im Juni 2010 produzierte die 2008 installierte Anlage 5372 Kilowattstunden (kWh) Strom durch Sonne – so viel wie in keinem anderen Monat zuvor. Zum Vergleich: Im Juni 2009 speiste die Anlage noch 3228 kWh Strom ins Netz. „Das Abzählen des Stromzählers macht derzeit riesigen Spaß“, sagt Kurt Biederbick (69), einer der Hauptinitiatoren des Projektes. Er erwartet aktuell für Juli ähnliche Ertragswerte,„auch da schien die Sonne über Krefeld schließlich kräftig.“ Für 2010 werden rund 35 000 kWh Stromeinspeisung erwartet, und damit 32 Tonnen CO2 vermieden.

Im Dezember 2008 wurde das Bürgersolarkraftwerk eröffnet. Von den 450 Quadratmetern Flachdach des Rathauses wurden 190 Quadratmeter mit Solarmodulen mit Spitzenleistung von 25,8 Kilowattpeak (kwp) Stromleistung installiert. Erwartete Jahresleistung: 25 000 Kilowattstunden Strom; damit kann jeder der 27 Gesellschafter seinen Haushaltsbedarf abdecken. Finanziert wurde die Anlage zur Hälfte durch die Einlagen der Gesellschafter (rund 2700 Euro pro Person) und zur anderen Hälfte durch einen Kredit bei der UmweltBank. Im Dezember 2009 wurde die Anlage um 10,1 kwp erweitert – jeder Gesellschafter investierte zusätzlich 1300 Euro.

Der Stromertrags−Rekord im Juni geht auch auf diese Erweiterung zurück, doch einen direkten Zusammenhang zwischen Fläche und Stromertrag erkennt Biederbick nicht: „Spannend war für uns zu beobachten, dass die Erweiterung sich nicht permanent in 33 Prozent mehr Leistung auswirkte.“ Bei zu großer Hitze müsse sich die Solaranlage selbst kühlen – das senkt den Stromertrag und erklärt einige Schwankungen.

Der aus der Solaranlage gewonnene Strom wird ganz normal in das SWK−Netz eingespeist, seitdem wirft die Solaranlage jährlich 16 000 Euro ab. Biederbick: „Bisher wird damit der Kredit abgezahlt, aber mit dem Energieeinspeisegesetz sind uns Erträge für einen Zeitraum von 20 Jahren sicher. Wir rechnen damit, dass jeder Gesellschafter mit einem Gewinn von mehreren hundert Euro aus dem Projekt rausgeht.“ Schon im Jahr 2011 soll der erste kleine Gewinn ausgeschüttet werden.

Besonders freut sich Biederbick, dass sein Projekt in Krefeld Modellfunktion hatte – SWK und Volksbank haben in der Gemeinschaftsaktion „Sonnenstrom“ zuletzt einen Fonds aufgelegt, mit dem Bürger in Solarenergie auf Krefelder Dächern investieren konnten.-

Quelle: Sebastian Peters, Rheinische Post, 28.07.2010

 
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